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Wer eine Webseite hat, der hat dafür in der Regel auch eine eigene Domain. Denn für die meisten Nutzer wäre es doch viel zu umständlich, sich für jede einzelne Webseite eine ganze Reihe an Ziffern zu merken. Ein Domainname ist oft viel leichter merkbar und hat in der Regel auch einen direkten Bezug zur Webseite. Leider war es bis vor einigen Jahren nicht möglich, die im Deutschen typischen Sonderzeichen, zum Beispiel Umlaute wie ä, ö und ü, aber auch das beliebte ß, innerhalb von Domains zu verwenden. Da diese Zeichen international nicht darstellbar sind, konnten diese so genannten IDN – International Domain Names bisher für lange Zeit nicht verwendet werden.

Der Grund liegt in den Zeichen, die IDN – International Domain Names verwenden. Denn gerade die Sonderzeichen, die in beinahe jeder Sprache zu finden sind, sind als sogenannte ASCII Zeichen lange Zeit nicht entschlüsselbar gewesen. Ein Browser war also gar nicht in der Lage, eine entsprechende IDN – International Domain Names umzusetzen, da er mit bestimmten Zeichen einfach nichts anzufangen wusste. Seit einigen Jahren gibt es jetzt aber IDN – International Domain Names. Die Zeichen, die eigentlich nicht gelesen werden können, werden in lesbare Zeichen umgewandelt. So sind Umlaute plötzlich erkennbar und können entsprechend aufgeschlüsselt werden.

Die Möglichkeit, IDN – International Domain Names zu verwenden, bringt natürlich eine ganze Reihe neuer Domainnamen mit sich, die man verwenden kann. Gerade Eigennamen, die eigentlich einen Umlaut beinhalteten, können der IDN – International Domain Names sei Dank jetzt auch so geschrieben werden, wie es sich eigentlich gehört. Wer also Müller heißt muss sich nicht mehr mit der Domain www.mueller.de abfinden. Für den Betreiber der Webseite ist die Nutzung von IDN – International Domain Names ebenso umstandsfrei wie für den Besucher. Alle Unterschiede zwischen normalen IDN – International Domain Names und einer richtigen Domain werden durch spezielle Computerprogramme ausgeglichen.

Wenn man sich also IDN – International Domain Names registrieren möchte, dann geht man dabei genauso vor wie bei jeder anderen Domain. Man registriert sie sich mit Hilfe seines Webhosters oder gleich bei der Denic (im Falle einer .de Domain). Anschließend verknüpft man seine Webseite mit den neuen IDN – International Domain Names und schon ist die Sache erledigt. Domains, die IDN – International Domain Names beinhalten sind dabei nicht teurer als eine ganz gewöhnliche Domain. Sie werden also in allen Belangen genauso behandelt wie jede andere Domain behandelt wird. Alles in allem sind zumindest aus Nutzersicht IDN – International Domain Names nichts anderes als eine alphabetische Erweiterung ganz gewöhnlicher Domains mit allen Möglichkeiten und Einschränkungen.

Doch was für Einschränkungen gibt es bei IDN – International Domain Names? Eigentlich nur die, dass die gewünschte Domain ebenso wie bei ganz normalen Namen bereits vergriffen sein könnte. Aber auch das muss ja nicht schlimm sein. Wenn man bereit ist, ein wenig mehr Geld in seine IDN – International Domain Names auszugeben könnte man zum Beispiel Kontakt zum Besitzer der entsprechenden Domain aufnehmen. Viele Webseitenbetreiber sind gegen ein angemessenes Angebot bereit, ihre Besitzrechte an einer Domain abzutreten. Das gilt für normale Domains genauso wie für IDN – International Domain Names. Erfolgt so ein Handel, muss man sich die neue Domain bei seinem Webhoster registrieren oder vormerken lassen. Sobald der eigentliche Besitzer seine Domain gelöscht hat, ist sie wieder nutzbar.

Da eine Domain aber nicht alles ist, sollte man neben den IDN – International Domain Names unter Umständen auch den eigenen Webauftritt überarbeiten. Wenn die Webseite mit einem Umlaut in der Domain erreichbar ist, sieht es nur wenig professionell aus, wenn der Name der Webseite in Texten weiter mit einem Umlaut geschrieben wird. Nicht nur Texte, sondern auch Banner und Logos müssen also unter Umständen ausgetauscht werden, was einen gewissen Aufwand mit sich bringen kann. In der Regel lohnt sich der Wechsel zu IDN – International Domain Names aber, wenn dadurch der originale Name eines Unternehmens oder einer Person besser getroffen wird. Der Wiedererkennungswert spielt hier eine große Rolle. Wenn man seine Webseite trotz IDN – International Domain Names immer noch Mueller nennt, anstatt Müller zu schreiben, könnte bei Nutzern das Missverständnis aufkommen, dass es sich hier um zwei verschiedene Betreiber handelt.

Der ideale Weg wäre natürlich, alle entsprechenden Domains in der normalen, ASCII Schreibweise und als IDN – International Domain Names zu bekommen. So verhindert man nicht nur, dass ähnlich lautende Konkurrenz auch eine ähnliche Domain verwenden könnte. Sollten Kunden sich aus Versehen vertippen oder eine falsche Schreibweise verwenden, können sie mit Hilfe der IDN – International Domain Names trotzdem zum richtigen Angebot finden. Wichtig ist dabei allerdings, dass jede Domain eine eigene Startseite hat, die dann auf die Hauptdomain verweist. Wenn man – um die Ähnlichkeit aufrecht zu erhalten – auf jeder Seite die selben Inhalte verwendet, dann werden die Suchmaschinen eine Webseite relativ zügig wegen doppelter Inhalte aus ihrer Ergebnisliste werfen. Und das kann im Zweifelsfall genau die Domains treffen, die eigentlich am wichtigsten sind.

Wenn also nicht viel Aufwand bei der Registrierung von IDN – International Domain Names nötig ist, so sollte man doch ein paar Dinge beachten, wenn man seine Webseite erfolgreich führen möchte. Eine detaillierte Hilfe zu diesem Problem können Laien in verschiedenen Foren im Internet finden. Ein professioneller Webhoster lässt sein Kunden aber auch in Sachen IDN – International Domain Names nicht im Stich und hilft hier gerne weiter.



 

 

 

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