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Ohne Web Applications läuft heute im Internet praktisch gar nichts mehr. Bei Web Applications handelt es sich um Anwendungen, die nicht auf einem normalen Computer, sondern auf einem Webserver ausgeführt werden. Diese Anwendungen ermöglichen es dem Benutzer, bestimmte Aktionen mit seinem Browser vorzunehmen. Die Web Applications werden in der Regel durch einen Aufruf gestartet. Während es bei manchen Anwendungen einen extra Button gibt, um das Programm zu starten, wird es in anderen Fällen schon aufgerufen, wenn der entsprechende URL in die Adresszeile des Browsers eingegeben wird. Von der technischen Seite betrachtet wird durch das Eingeben der Adresse eine Anfrage an den Webserver geschickt. Dieser reagiert auf die Anfrage, indem er die entsprechenden Web Applications startet.

Ganz gleich, ob es sich bei Web Applications um ein Spiel oder eine Informationsabfrage handelt – häufig verursachen Web Applications einen ständig weiter wachsenden Verbrauch des vorhandenen Speichers – zum Beispiel weil die Daten, die verarbeitet werden müssen, immer größer werden. Bei den Daten, die durch die Anwendung von Web Applications entstehen, spricht man auch von Sessiondaten. Sie beziehen sich in der Regel auf einen bestimmten Zeitraum oder eine bestimmte Aktion, die mit Hilfe der Web Applications gestartet wurde. Das griffigste Beispiel für solche Daten sind zum Beispiel die Daten die entstehen, wenn man in einem Onlineshop etwas bestellt. Solche Daten werden durch die Web Applications auf dem Webserver gespeichert. Andersherum ist es aber auch möglich, besonders geschützte Daten wie Passwörter nicht auf dem Webserver, sondern als so genanntes Cookie auf dem eigenen Computer zu speichern.

Ursprünglich wurden Web Applications nur dafür erstellt, den Inhalt einer Webseite dynamisch zu erzeugen. Mittlerweile werden Web Applications aber auch für zahlreiche andere Zwecke verwendet. Auch Flash-Animationen oder Bilder werden heutzutage häufig von solchen Webanwendungen erzeugt.

Betrachtet man Web Applications genauer, kann man sie in zwei Bereichen eingrenzen. Gewöhnlich läuft eine Webanwendung wie bereits erwähnt wurde auf einem Webserver. Bei professioneller Nutzung kann es sich unter Umständen aber auch empfehlen, einen eigenen Server einzurichten, der nur für die Verwendung von Web Applications vorgesehen ist. Dieser kann dann mehrere Webserver bedienen. Heute spricht man bei Web Applications vor allem von Standalone oder integrierten Web Applications. Wie der Name schon sagt sind die Standalone Webanwendungen in der Lage, eigenständig und unabhängig von anderen Programmen zu arbeiten. Diese Art der Web Applications wird häufig auch als CGI-Programm bezeichnet. Die andere Art von Webanwendungen wird in andere Skripte integriert. Sie können also nicht alleine arbeiten, sind aber auch weniger aufwendig zu behandeln. Es gibt eine ganze Reihe an Computersprachen, die nur für die Programmierung solcher Web Applications entwickelt wurden. Dazu gehören zum Beispiel PHP, Perl und ASP.NET.

Web Applications erfreuen sich mittlerweile auch darum besonderer Beliebtheit, weil keine aufwendigen Installationen notwendig sind, um die Anwendungen zu nutzen. Alles, was man für gewöhnlich benötigt, ist ein Browser, der in der Regel in jedem Betriebssystem enthalten ist. So sind Web Applications im Gegenteil zu Computerspielen oder anderen Anwendungen nicht davon abhängig, auf einem bestimmten Betriebssystem installiert zu werden. Auch für den Nutzer ergeben sich hieraus einige Vorteile, da er eine erhebliche Menge an Speicherplatz für seine Web Applications einsparen kann. Nachteilig ist allerdings, dass man für eine längerfristig laufende Webanwendung immer eine Verbindung zum Server benötigt. In der Regel wird also eine ununterbrochene Internetverbindung vorausgesetzt. Je nach dem welche Ansprüche die Web Applications an die Internetverbindung stellen, muss auch gewährleistet werden, dass die Bandbreite der Verbindung diesen Anforderungen angemessen ist. Wenn die Übertragungsgeschwindigkeiten zu langsam sind oder die Internetverbindung aus irgendeinem Grund unterbrochen wird, müssen die Web Applications in der Regel neu gestartet werden. Daher können diese eigentlich praktischen Anwendungen nicht im Offline-Betrieb angewendet werden. Je nach dem um was für ein Programm es sich dabei handelt ist eine Programmierung als Web Applications also nicht immer geeignet.

Das prominenteste Beispiel für Web Applications sind zum Beispiel Browserspiele, die man mittlerweile überall im Internet finden kann. Dabei handelt es sich um komplexe Spiele, für die man nur einen Account aber keine Installation benötigt. Die Spieloberfläche der Web Applications wird vom Browser ersetzt, in dem das Programm angewendet wird. Auch Suchmaschinen, Social Bookmarks und Webmails arbeiten in der Regel mit diesen Webanwendungen. Sie ermöglichen es nicht nur, Nutzeraccounts anzulegen, sondern können auch die Aktivitäten des letzten Besuchs speichern und bei Bedarf wieder aufrufen.

Obwohl Web Applications Sicherheitslücken bieten, die vom Programmierer sorgfältig geschlossen werden müssen, bieten sie so viele Möglichkeiten, dass Webanwendungen in Zukunft wohl noch beliebter werden. Alleine die sogenannten Social Networking Programme greifen schon auf diese Art von Anwendungen zurück und nutzt sie rege. Auch Video on Demand, Dateitransferseiten und Informationsportale arbeiten heute mit Web Applications. Auch wenn sie in den seltensten Fällen zwingend notwendig sind, sind Web Applications heute kaum noch wegzudenken. Denn sie ermöglichen es den einzelnen Webseiten, sich genau zu merken, welche Bereiche den Benutzer besonders interessieren und welche Funktionen er am häufigsten nutzt. Das gibt natürlich viel Aufschluss über das Verhalten des Nutzers, was es den Betreibern der Seite ermöglicht, mit Hilfe seiner Web Applications sein Angebot genau auf den Nutzer zuzuschneiden. Da diese Web Applications dynamisch funktionieren lassen sie sich auf jeden Nutzer individuell anwenden.



 

 

 

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