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In letzter Zeit kommt immer wieder die Frage auf, warum man eine eigene IP-Adresse braucht. Wir möchten daher in dieses Thema etwas Licht bringen.

IP-Adressen, Domains & DNS
Jeder, der mit dem Internet verbunden ist, egal ob surfender Benutzer oder Server, bekommt eine IP-Adresse. IP-Adressen  bestehen aus vier Zahlenblöcken mit Werten, die zwischen 0 und 256 liegen. Da man sich so eine lange Zahlenkombination in der Regel schlecht merken kann, gibt man einer Webseite einen Namen wie beispeilsweise “G4W.de”, die dann von einem DNS (“Domain Name System”) wieder in die Zahlenkombination umgewandelt wird, weil Computer nur mit Zahlen umgehen können. Wer mehr über die Anfänge und Zusammenhänge des Internets lesen möchte, dem kann ich das Buch “ARPA Kadabra oder Die Geschichte des Internet” von Hafner und Lyon empfehlen.

Und wieso eine eigene IP-Adresse?
Aus suchmaschinentechnischen Gründen! Zum einen gibt es die Überlegung, dass Links von Seiten, deren IP-Adressen einen gewissen “Abstand” zur eigenen Seite haben, mehr Wert sind als solche, die den gleichen IP-Adress-Raum haben. Um diesen Abstand zu messen, wird üblicherweise das letzte Oktett der IP-Adresse weggelassen und dann die drei Übriggebliebenen miteinander verglichen. Für die Seite “G4W.de” würde aus 83.220.144.188 also 83.220.144 und Links sollten möglichst von Servern kommen, die keine der 256 IP-Adressen aus diesem Bereich haben. Zum anderen gibt es einige Anwendungen, die ohne die Nutzung einer eigenen IP-Adresse gar nicht oder nur schwer zu realisieren sind. Dazu gehören beispielsweise der Betrieb eines Shops mit verschlüsseltem HTTP via SSL.

Fazit:
Wer mit seiner Internetseite beispielsweise Geld verdient und auf Kunden angewiesen ist, die den eigenen Internetauftritt via Suchmaschine finden müssen, oder, wer seinen Besuchern die Möglichkeit geben will, eingegebene Formulardaten verschlüsselt zu übertragen, der sollte über eine eigene IP-Adresse nachdenken. Wer allerdings seine Webseite als private Visitenkarte- oder nur die Vorzüge einer persönlichen Emailadresse nutzen will, braucht in der Regel keine eigene IP-Adresse.


Domains mit Umlauten müssen von Ihrem Browser und/oder Ihrem E-Mail-Programm, etc. entsprechend umgewandelt werden. (jörn-müller.com wird zu xn--jrn-mller-07a4e.com). Dazu benötigen manche (ältere) Programme noch ein Zusatzprogramm (Plugin).

Wenn Ihr Programman dieser Stelle nicht korrekt arbeitet, empfiehlt es sich dringend, das Programm auf die neueste version zu aktualisieren.

Die aktuellen Versionen der meisten Browser unterstützen IDNs ohne Probleme.

Wir empfehlen die Produkte von Mozilla (mozilla.org).


Die Registrierung der neuen IDN Domains mit Umlauten und Sonderzeichen bei folgenden Domainendungen möglich:

.biz, .com, .info, .net, .org, .at, .be, .de

Beispiel einer IDN-Domain

Was ist eine IDN Domain:
IDN (Internationalizing Domain Names) ist ein Internetstandard um Domainnamen, die Nicht-ASCII-Buchstaben – wie z.B. deutsche Umlaute – enthalten, als gültige Domain-Namen abzubilden. Einen solchen Domainnamen bezeichnet man als IDN (Internationalized Domain Name), im deutschen Sprachraum auch Umlautdomain genannt. Die”übersetzte” IDN nennt man dann “ACE-String” (ACE =”ASCII Compatible Encoding”)

IDNs werden vom Browser oder E-Mail Programm zu ACE-Strings umgewandelt, sofern das entsprechende Programm über diese Fähigkeit verfügt.
Statt der IDN kann der Benutzer im Client auch direkt die ACE-Strings eingeben. Bei G4W wird der Domainname automatisch in den korrekten ACE-String umgewandelt.

Beispiele für IDNs und die zugehörigen ACE-Strings:

  IDN Schreibweise: Entsprechender ACE-String:  
       
  www.bäcker.de www.xn--bcker-gra.de  
  www.kölle-alaaf.de www.xn--klle-alaaf-ecb.de  
  www.ändern-können.com www.xn--ndern-knnen-k8a5v.com  

Das Domain Name System (DNS) ist einer der wichtigsten Dienste im Internet. DNS ist unabdingbar, damit im Internet gewünschte Websites besucht werden können und die Kommunikation per E-Mail funktioniert.

Was ist das Domain Name System:
Das DNS ist eine weltweit verteilte Datenbank, die den Namensraum im Internet verwaltet und IP-Adressen in Namen (Domains) übersetzt bzw. umgekehrt. Dies ist vergleichbar mit einem Telefonbuch, das die Namen der Teilnehmer in ihre Telefonnummer auflöst. Das DNS bietet somit eine Vereinfachung, weil Menschen sich Namen weitaus besser merken können als Zahlenkombinationen.

Die Identifizierung von Computern im Internet erfolgt über IP-Adressen. Diese bestehen aus Zahlengruppen, die durch Punkte getrennt sind (z.B. 192.168.188.222). Aus technischer Sicht reichen die IP-Adressen aus, um Webseiten zu adressieren und E-Mails zu verschicken. IP-Adressen sind aber nicht benutzerfreundlich, nur schwierig zu merken und enthalten keine Zusatzinformationen. Daher wurde eine Namensstruktur eingeführt, die die Navigation im Internet vereinfachen sollte – das Domain Name System (DNS).

DNS Struktur:
Beim DNS handelt es sich um ein hierarchisches, dezentrales System zur Verwaltung von Namen, das die Verantwortlichkeiten verteilt und die Eindeutigkeit der Namen sicherstellt. Das gilt sowohl für IP-Adressen als auch für DNS Namen. Dies geschieht durch eine baumartige Struktur des Nameraumes. Die Wurzel des Baumes (“root”) verzweigt in verschiedene Teiläste, die Top Level Domains (TLD). Diese wiederum unterteilen sich in weitere Äste, die Second Level Domains.

DNS-Struktur



 

 

 

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